Wie wir testen
Jeder Messwert auf dieser Seite entsteht durch die Web Audio API in deinem Browser. Das hat zwei Konsequenzen, die wir als Designprinzipien behandeln: dein Audio verlässt nie dein Gerät, und manche Dinge lassen sich von einer Webseite aus schlicht nicht messen — wo das der Fall ist, sagen wir es am Werkzeug, statt eine Zahl zu erfinden. Diese Seite dokumentiert, wie jeder Messwert berechnet wird, woher die Schwellenwerte kommen und wo die Grenzen jeder Messung liegen.
Ausgabetests (Lautsprecher, Kopfhörer)
- Kanaltests erzeugen Live-Signale, die durch einen StereoPanner geroutet werden — jede Bank spielt eine kurze synthetisierte Melodie, rechts eine Oktave höher, damit die beiden Seiten in unterschiedlichen Lagen klingen und ein mono-summiertes System dich nicht täuschen kann. Das Oszilloskop zeigt das vom Browser erzeugte Signal vor dem Weg durch System und Hardware.
- Phasen-Check: spielt 200 Hz auf beiden Kanälen, in Phase und dann mit einer invertierten Seite. Ob sich das Stereobild wie erwartet ändert, beurteilt der Hörer. Mono-Summierung, räumliche Verarbeitung und die Umgebung beeinflussen das Ergebnis — es ist ein diagnostischer Vergleich, kein automatisches Verkabelungsurteil.
- Frequenzgrenzen nutzen exponentielle Sweeps (150→20 Hz, 8→20 kHz). Dein Tippen markiert die Sweep-Position — der Messwert ist „wo du aufgehört hast zu hören“, was zwangsläufig Hardware-Verhalten und dein Gehör mischt. Genau so kennzeichnen wir ihn.
- Surround: wir lesen den
maxChannelCountdes Audio-Kontexts — die der Seite maximal offengelegte Fähigkeit — und verlassen uns darauf, dass der Hörer jeden Kanal bestätigt. Eine automatische Erkennung des physischen Raum-Layouts ist es nicht.
Eingabetests (Mikrofon)
Die Messwerte des Mikrofon-Testsleiten sich aus einer Primitive ab: ein Analyser-Knoten liefert 2048-Sample-Frames der Wellenform im Zeitbereich, und der RMS jedes Frames — die Wurzel des Mittelwerts der quadrierten Samples — wird als 20 · log10(RMS) in dBFS umgerechnet. Die Live-Anzeige zeigt diesen Wert beim Sprechen; Aufnehmen und Anhören lässt dich genau das hören, was der Browser mit der gemeldeten Anruf-Verarbeitung (EC/NS/AGC) aufgenommen hat.
Warum dBFS nicht SPL ist — und warum wir nie Kalibrierung behaupten
dBFS (Dezibel relativ zur Vollaussteuerung) misst, wo ein Signal innerhalb des digitalen Aufnahmewegs liegt: 0 dBFS ist der größte darstellbare Wert, jede Messung zählt von diesem Deckel herunter. dB SPL (Schalldruckpegel) misst physische Lautstärke in der Luft. Die Umrechnung erfordert die Empfindlichkeit des Mikrofons, jede Verstärkungsstufe des Systems und eine akustische Kalibrierung gegen eine bekannte Referenz — nichts davon kann eine Webseite auslesen. Deshalb wird jeder Pegel auf dieser Seite in dBFS angegeben und nie als Raumlautstärke präsentiert. Jede Website, die einen unkalibrierten Mikrofonwert als „dB SPL“ ausweist, rät.
Woher die Schwellenwerte kommen
Die Bewertungsbereiche unserer Werkzeuge sind praktische Referenzpunkte aus gängiger Broadcast- und VoIP-Praxis, keine Zitate einer formalen Norm — keine Browser-Messung erfüllt die Bedingungen, die ein Normdokument voraussetzt, ein Zitat wäre also Theater. Jeder Bereich hat eine einfache Begründung: das Sprachziel von −30 bis −15 dBFS etwa lässt Luft unter dem Deckel und bleibt deutlich über typischen verarbeiteten Rauschböden — leiser, und die Empfangssoftware braucht viel Ausgleichsverstärkung, die das Rauschen mit anhebt; lauter, und Spitzen erreichen den Deckel, wo Verzerrung endgültig ist.
Warum dasselbe Gerät in einem anderen Browser anders misst
Der Browser sitzt zwischen Hardware und Messung, und Browser unterscheiden sich. Chrome, Safari und Firefox wählen andere Standards für Abtastrate und Puffer, unterstützen unterschiedliche Teilmengen der Verarbeitungsoptionen und bringen eigene Implementierungen dieser Prozessoren mit — zwei Browser können beide Rauschunterdrückung „an“ melden und deinen Raum unterschiedlich stark dämpfen. Vergleiche Messwerte im selben Browser auf demselben Gerät.
Was wir nicht messen (und warum)
- Kalibrierten dB SPL — erfordert Referenzmikrofon und akustische Kalibrierung.
- Eigenrauschen der Hardware und objektiven Frequenzgang — erfordern Messkammer und Messtechnik.
- Den verwendeten Bluetooth-Codec — der Browser sieht nur ein generisches Ausgabegerät.
- Was eine andere App (Zoom, Teams, Discord) auswählt oder überträgt — Berechtigungen und Routing sind pro App.
Ein Schwellenwert widerspricht deiner Erfahrung? Schreib uns — bestätigte Korrekturen fließen in diese Seite ein.
